Willkommen bei St. Laurentius Elpersdorf

Pfarrer Friedhelm Müller verabschiedete sich am 26.September mit einem Liederabend:

Bildrechte: FM

Am Sonntag 27.Septmeber hielt er seinen letzten Gottesdienst.

Am Sonntag 18.Oktober wurde er von Dekan Hans Stiegler von seinem Amt entpflichtet.

FM und Dekan
FM betet
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FM Segen

 

aus der letzten Predigt von Pfarrer Müller

MEDITATION zu Psalm 32

Glücklich ist, wer aus dunkler Vergangenheit befreit und dessen Sünde tief vergraben ist.
Glücklich ist, wem Gott die Schuld nicht anrechnet, um derentwillen er bittere Tränen geweint hat.
Glücklich ist, wer zu seinen Fehlern steht und ohne Lebenslüge durch das Leben geht.
Solange ich meine Schuld versteckte und die Fehler bei anderen suchte, schwand die Kraft meiner Glieder.
Gottes Hand lastete schwer auf mir am Tage, und in der Nacht war ich leer und ausgelaugt.
Als ich endlich vor dir, Gott, von meiner Schuld sprechen konnte, als ich dir meine Sünde bekannte,
war es,als ob mir eine Last genommen würde.
Du vergabst mir und nahmst mich wieder in Gnade an. Glücklich ist, wer zu Gott kommt in der Stunde der Gefahr und wer eine Zuflucht hat in der Stunde der Angst. Gott behütet mich mit seiner Hand und beschirmt mich
mit seiner Rechten. Glücklich ist, wem Gott den Weg weist und wen er mit seinen Augen leitet.

 

TAGESGEBET

Du Gott des Lebens, du lädst uns ein,
in dein Haus zu kommen, so wie wir sind,
mit unseren inneren und äußeren Narben.
Wir sind hier mit unseren Ängsten,
mit den Verletzungen und Wunden,
die uns das Leben geschlagen hat.
Wir kommen zu dir mit unserer Sehnsucht,
geheilt zu werden und ganz zu sein.
Wir bitten dich voller Hoffnung,
dass du nun unter uns bist
mit deiner heilsamen Gegenwart. Amen.


ESUS VERGIBT SCHULD UND HEILT Markus 2, 1-12
2 1Ein paar Tage später kam Jesus nach Kafarnaum zurück. Es sprach sich herum, dass er wieder zu Hause war.
2 Und es strömten so viele Menschen herbei, dass der Platz nicht ausreichte, nicht einmal draußen vor der Tür.
Und Jesus erzählte ihnen von Gott. 
3 Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus.Er wurde von vier Männern getragen.
4 Aber wegen der Volksmenge konnten sie nicht bis zu ihm vordringen. Deshalb öffneten sie das Dachgenau über der Stelle, wo Jesus war. Sie machten ein Loch hinein und ließen den Gelähmten auf seiner Matte herunter. 
5 Jesus sah, wie groß ihr Glaube war, und sagte zu dem Gelähmten: »Mein Kind, deine Schuld ist dir vergeben.« 6 Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte dabei. Die dachten:7»Wie kann der so etwas sagen? Das ist Gotteslästerung. Nur Gott allein kann Schuld vergeben.« 8 Doch Jesus wusste sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?
9 Was ist einfacher? Dem Gelähmten zu sagen: ›Deine Schuld ist dir vergeben‹, oder zu sagen: ›Steh auf, nimm deine Matte und geh umher‹? 10 Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn von Gott die Vollmacht hat, hier auf der Erde den Menschen ihre Schuld zu vergeben. «Deshalb sagte er zu dem Gelähmten: 11»Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause.« 12Und er stand auf, nahm rasch seine Matte und ging weg. Alle sahen es. Sie gerieten außer sich, lobten Gott  und sagten: »So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Heute an dieser Stelle halte ich hier meine letzte Predigt, euch. Liebe Gemeindeglieder, liebe Kollegen.
Ich werde von meinem Amt als euer Seelsorger und Prediger entpflichtet, aber ich werde nicht entbunden,
meinen Glauben zu bekennen.

Was erwartet ihr heute von mir? Wollte ich zusammenfassen, was mir in den letzten 6 Jahren im Dienst hier
und seit 1982, meiner Ordination, 
wichtig war und immer mehr wurde, dann ist der Text aus Markus 2 dazu eine Hilfe.
Ich habe es oft erlebt, dass Gott sein Wort, in der Losung und im Lehrtext, 
in verordneten Predigttexten genau in die Situation gepasst haben. 
Zuerst mich selbst betroffen haben, in mir etwas in Gang gesetzt hat, die Predigtarbeit… in den ersten Jahren bis heute, 
habe ich Wort für Wort aufgeschrieben, und oft war es denn, im besten Fall eine gute Vorlesung. Aber Predigt ist ein geistliches Geschehen, ein spiritueller Vorgang, ein dialogisches Miteinander. Was ich vorbereiten konnte ist das Gefäß, in dass der Geist sich ausbreiten will, Liebe Kollegen, lasst es mich sagen, vertraut euch und eurer Vorbereitungsarbeit, vertraut dem Geist, der lebendig ist und macht.

 “Ansteckende Gesundheit des Glaubens?” by Tobias Faix 2009 in „ChristentumGemeindeGesellschaftTheologie,

„Ich wurde gefragt, was ich mir für die Christen wünsche? Große Frage, da musste ich erst mal kurz nachdenken,
dann sagte ich in etwa: Ich wünsche mir eine ansteckende Gesundheit des Glaubens. Da wo wir zusammenkommen,
da werden alle Anderen angesteckt vom Glauben und wir Christen strahlen und geben den Menschen um uns herum Orientierung in einer schwierigen Zeit.
Christsein als Salz in der Suppe des Lebens und nicht als schön dekorierter Salzstreuer daneben.
Bei Jürgen Moltmann lesen wir: „Jesus hat nicht eine neue Religion in die Welt gebracht, sondern ein neues Leben.“
Es geht nicht in erster Linie um perfekte Gottesdienste und den Erhalt unserer christlichen Kultur,
sondern um ein ansteckendes Christsein, dass immer wieder erweckt wird von Christus selbst.
Der hat den Menschen tatsächlich Heilung gebracht an Leib, Seele und Geist.
Neues Leben, das unsere Vorstellungen übersteigt, weil es Grenzen sprengt, Milieugrenzen ignoriert
und sich für Gerechtigkeit mitten in einer ungerechten Welt einsetzt. Glauben ich wirklich noch daran?“ Zitat Ende…

„… und geben den Menschen um uns herum Orientierung in einer schwierigen Zeit.“

Ja, in was für einer Zeit leben wir! In den letzten 8 Monaten ist viel passiert; Lockdown, Kurzarbeit, Homeschooling,
Kirchen wurden geschlossen… und erst langsam beginnen wir zu verstehen, was mit uns geschehen ist…

Ja, natürlich halten wir uns an die Verordnungen, Abstand und Mund-Nasen-Bedeckung.

Aber es ist zu beobachten, dass es mit uns Menschen etwas gemacht hat.  Es gibt die «Epidemie der Einsamkeit» wegen Corona,
so warnt der
Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski, im ZDF am 11. Oktober 2020.

Und hier gibt es die Parallele zu unserem Text: Ein Mann war gelähmt, erstarrt, hilflos und unbeweglich,
Aber er hatte Freunde, die zu ihm standen, 
die ihn mitnahmen, viel Mühe auf sich nahmen, das Dach abdeckten und ihren Freund vor die Füße Jesu ließen. Dann heißt es: „Als Jesus ihren Glauben sah…“

Ich frage mich: „Wo war mein Glauben? Als die Pandemie ausgerufen wurde? Wie konnte es geschehen,
dass ich wie erstarrt mich weggeduckt habe? 
Aus Angst vor Ansteckung, angepasst und eingeschüchtert…“
Was hat das Virus und die Verordnungen dagegen mit uns gemacht?
So langsam wird deutlich, dass es eine «Epidemie der Einsamkeit» gibtJa, es gibt den Virus des Misstrauens, der Denunziation, der Angst und der Panik, politisch korrekte Angepasstheit.

Kirche und Gemeinde leben vom Glauben, von der Hoffnung und der Liebe. Äußere Verordnungen Abstand, Mund-Nasen-Bedeckung, gut und schön, aber wenn wir nicht wach sind, gehen wir nicht nur äußerlich aus Distanz…
da breitet sind Angst aus, Menschen geraten in Panik. 
Politiker und Medien befeuern jeden Tag diese Stimmung,
nach der Methode „Unser tägliches Corona gib uns heute!“

Wo bleibt die „Freude mitten in allem Leide…“? von der wir singen? Wo bleibt der Trost und die Zuversicht?
Auch wenn andere davon wenig zu sagen haben, 
aber wir Christen doch! Und das bitte nicht hinter vorgehaltener Hand oder Maske, wir können auch froh und hoffnungsvoll mit Masken sein Mitten in alle Pandemie, in allem Leid!

Der Glaube ist eine ansteckende Gesundheit! Haben wir noch die Einsamen, Verängstigten, die an Leib und Seele Erstarrten Menschen im Blick? Oder sind wir selbst noch in Schockstarre? Wo bleibt unser Mut die Gute Nachricht zu sagen, Die frohe Botschaft zu verkündigen? Was ist die gute Nachricht in der Welt der schlechten Nachrichten jeden Tag?

Paulus weiß es: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ So schreibt er an Timotheus in 1,7.

Der Geist der Furcht greift um sich, schwebt wie eine dunkle Wolke über uns, Aber es gibt den Virus, wenn ich das so sagen darf, den Virus der Freiheit und der Liebe. Es gibt den Glauben als ansteckende Gesundheit. Ja, es geht auch um Grund- und Freiheitsrechte,  bei allem, was uns an Verordnungen auferlegt ist und wird, Es ist eine Herausforderung mit Kraft und Liebe besonnen, getrost und hoffnungsvoll, die Gute Nachricht von Jesus zu verkündigen. Der Friede Gottes, der unser Verstehen und Begreifen oft übersteigt, bewahre unsere Herzen und Sinne durch Jesus Christus. Amen.

Altarraum St. Laurentius

 

 

Gebet

 

Guter Gott, mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.

Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.

Mögen die, die den Vorteil von Heimarbeit haben,
sich an die erinnern, die sich Kranksein nicht leisten können und zur Arbeit müssen, um ihre Miete zu bezahlen.

Mögen die, die eine flexible Kinderbetreuung haben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind,
sich an die erinnern, die diese Möglichkeit nicht haben.

Mögen die, die Reisen absagen müssen,
sich an die erinnern, die keinen sicheren Zufluchtsort haben,

Mögen die, die etwas zurückgelegtes Geld in den Turbulenzen des Börsenmarktes verlieren,
sich an die erinnern, die gar keine Rücklagen haben.

Mögen die, die zu Hause in Quarantäne bleiben müssen,
sich an die erinnern, die kein Zuhause haben.

Während Furcht sich unseres Landes bemächtigt, lass uns auf Liebe setzen.

Wenn wir uns körperlich nicht in den Arm nehmen können, lass uns andere Wege finden,
wie wir an unsere Nächsten weitergeben, dass Gott uns umarmt.

Amen.
(von Cameron Wiggins Bellm)

 

Benefizkonzert Posaunenchor Elpersdorf

 

 

Wir erlebten im Februar 2020 ein schönes Benefiz-Konzert des Posaunenchores mit Klängen aus verschiedenen Epochen in St. Laurentius zugunsten der Aktion Knochenmarkspende Bayern. Im März erfolgte die Scheckübergabe an die "Aktion Knochenmarkspende" (AKB).

Scheckübergabe an AKB
Bildrechte: CB

 

Am Volkstrauertag, 17. November 2019, wurde die restaurierten Gedenktafel an der Kirche wieder eingeweiht. Mit Engagement des Militär- und Kriegervereins Elpersdorf, Spenden aus der Gemeinde, von Vereinen und Geschäften, von der Hilterhaus-Stiftung und der Stadt Ansbach konnte die Finanzierung der Restaurierung verwirklicht werden. Vielen Dank für Engagement und Unterstützung.

Restaurierte Gedenktafel

Der Elpersdorfer Kinderchor & Band unter Leitung von Elke Moog und Heidi Peter spielten das Adonia Musical "Der barmherzige Samariter" in St. Laurentius!
Einen besonderen Gottesdienst erlebten wir am 14. Juli 2019 in unserer Kirche. Sie war fast wie zu Weihnachten gefüllt. Eltern und Großeltern, die ganze Gemeinde wollte das Musical „Der barmherzige Samariter“ nicht verpassen. Seit einigen Monaten übten die Band und der Kinderchor unter Leitung von Frau Dr. Elke Moog und Heidi Peter dieses Musical. Gerd Rogner, unser Posaunenchorleiter, spielte die Trompete. Vier weitere Musiker an Schlagzeug (Michael Meyer), Querflöte (Laura Danielis), Gitarre (Hartmut Schumm) und Bassgitarre (Roland Danielis) bildeten die Band. Kulissen und Kostüme (Sonja Stiener) versetzten die Gemeinde in die Geschichte, die Jesus erzählt hatte.
Die Ausgangsfrage war: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?“ Die Antwort der Kinder „Tu es!“ Sei einfach barmherzig wie der Samariter es getan hat. Ausreden zählen nicht. Unverhofft kann es geschehen, dass wir zur Hilfe aufgerufen werden. Wegsehen oder weggehen sind nicht die Antworten, die weiterhelfen. Und tatsächlich können wir Gott lieben, wenn wir unseren Nächsten lieben und dabei entdecken, dass auch uns diese Liebe gilt.
Dürfen wir gespannt sein, welche Geschichte uns demnächst in der Form eines neuen Musicals von Kinderchor und Band dargeboten wird?

Musical "Der barmherzige Samariter"

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Tageslosung

Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen.
2.Mose 34,21
Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!
1.Timotheus 4,16

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier .

Unsere nächsten Gottesdienste

So, 1.11. 9 Uhr
Ansbach-Elpersdorf St. Laurentius-Kirche
So, 8.11. 9 Uhr
Ansbach-Elpersdorf St. Laurentius-Kirche
So, 8.11. 9 Uhr
KiGo-Team
Ansbach-Elpersdorf Gemeindehaus

e-trost.de

Jede Woche eine Perspektive auf e-wie-evangelisch.de

Aktuelles aus unserer Gemeinde

Bildrechte: segensart.de

Mit einem Familien-Gottesdienst am 3.Dezember um 9.30Uhr haben wir zusammen mit unseren Kindern das Neue Kirchenjahr begrüßt. Eine Konfirmandin durfte die erste Kerze am Adventskranz anzünden.
Wir bitten Gott um seinen Segen für diese vor uns liegende Advents-und Weihnachtszeit.
Am Abend feierten wir mit der ganzen Gemeinde das Singen unterm Christbaum.
Alles passt, es schneite, auch wenn der Gesangsverein und der Posaunenchor mit dem Schneetreiben zu kämpfen hatten...